
Fassade
Fassade
Fassade
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Das heutige äußere Erscheinungsbild des Doms stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde insbesondere vom Baumeister Pelegrinus geprägt und später dann von Nicholaus, dem Schöpfer des dekorativen Fassadenschmucks, weiter ausgeführt.
Das Prothyrum, ein kleiner spitzgiebeliger Vorbau, der den Haupteingang überdacht, ist zweigeschossig gestaltet. Die beiden unteren gedrehten Säulen ruhen auf zwei imposanten Greifen aus rotem Veroneser Marmor, die ihrerseits massive Architraven aus demselben Material tragen. Auf diesen sind in Hochrelief die Personifikationen der theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Nächstenliebe dargestellt. Zwei menschliche Figuren, ein junger und ein alter Mann, in hockender Haltung stützen das Gewicht der Gewölbelaibung und symbolisieren den Verlauf der Zeit. Im Inneren des Gewölbes sind die Symbole der Evangelisten zu erkennen, und im Portalgewände treten zehn Propheten hervor, die lange Schriftrollen mit Versen über das Kommen Christi entfalten. Etwas weiter unten finden wir zum Schutz des Hauptportals der Kathedrale die Skulpturen der beiden Paladine Karls des Großen, Roland und Oliver. Die polychrome Lünette zeigt die thronende Madonna mit Kind, die Verkündigung an die Hirten zu ihrer Linken und rechts den Besuch der Heiligen Drei Könige. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der obere Teil der Fassade durch gotische Fialen und Fenster sowie durch einige barocke Dekorationselemente bereichert.
An der rechten Seite der Kathedrale ist ein wunderschöner seitlicher Vorbau mit zwei Säulenreihen und Architrav zu bewundern, die einen von einer Löwenskulptur gestützten Bogen mit Tympanon tragen. Die romanischen Kapitelle stellen auf der linken Seite Frauenfiguren und auf der rechten Seite Löwen dar. Oben links ist das Bild einer Frau zu erkennen, die zwei Becher und einen Fisch trägt, begleitet von Löwen und Vögeln. Die Stützen der oberen Säulen zeigen links Szenen aus der Geschichte von Jona und rechts einen Löwen; die beiden oberen Kapitelle hingegen beherbergen die Figuren des Engels und der Maria der Verkündigung.
Der rechts an der Kathedrale sichtbare Unterbau des Glockenturms stammt aus der Romanik, der mittlere Teil hingegen geht auf das 16. Jahrhundert zurück und der spitzlose obere Abschnitt auf das frühe 20. Jahrhundert.


