
Atrium von Santa Maria Matricolare
Atrium von Santa Maria Matricolare
Atrium von Santa Maria Matricolare
Audio-Transkription
Bevor wir die Kirche Sant’Elena betreten, sollten wir einen Blick auf das so genannte Atrium von Santa Maria Matricolare werfen.
Es ist nach der ersten, in karolingischer Zeit errichteten und dann 1117 einem verheerenden Erdbeben zum Opfer gefallenen Kathedrale benannt. Dieser Raum birgt Gräber aus verschiedenen Epochen, aber unsere Aufmerksamkeit wird von einem besonderen Detail auf sich gezogen. Vor dem Flachrelief mit der Jungfrau Maria und dem Kind hängt ein Knochen. Manche behaupten es sei ein Drachenknochen, andere die Rippe eines Wals. Tatsächlich ist aber die Parallele zur sogenannten „Costa“ – einem großen Tierknochen, der in Verona unter dem Bogen zwischen der Piazza dei Signori und der Piazza delle Erbe hängt – unübersehbar. Trotz zahlreicher spekulativer Theorien, darunter auch der Volksglaube, es handle sich um die „Rippe des Teufels“, erfüllte sie in Wahrheit vermutlich einfach die Funktion eines Aushangschildes für eine Kräuter- und Gewürzhandlung. Hier im Dom stellt dieses Element jedoch eine Art Amulett dar, das die Gläubigen im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse schützen soll.


